Die Geschichte des Puch

Geschichte Steyr Puch

Puch Werk 

Die Puch-Werke, gegründet 1899 von Johann Puch, waren ein österreichisches Unternehmen, das Fahrräder, Motoren, Motorräder und Autos produzierte.

Johann Puch's erste Fabrikationsstätte war in der Strauchergasse in Graz beheimatet. Dort wurden u. a. Schlittschuhe(!), Fahrräder usw. produziert. Später wurde die Produktion in eine richtige Fabrik verlagert. Dieses Stammwerk, später „Einser-Werk“ genannt, entstand im Süden von Graz, im Stadtbezirk Puntigam. Dort wurden ab 1901 auch Motoren und ab 1904 Autos gebaut.

Im Jahre 1912 schied Johann Puch aus seiner Firma aus und wurde deren Ehrenpräsident. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen 1.100 Arbeiter und produzierte jährlich 16.000 Fahrräder (siehe: „Waffenrad") und je 300 Motorräder und Autos.

Im Jahre 1928 entstand aus der Fusion von Austro-Daimler, der Oeffag und den Puch-Werken die Austro-Daimler-Puchwerke A.G. Nachdem bereits ab 1930 eine Kooperation beider Firmen bestand, fusionierte am 12. Oktober 1934 Austro-Daimler-Puch mit der Steyr AG zur Steyr-Daimler-Puch AG. 

Wie alle Betriebe dieser Art wurde das Puchwerk im Zweiten Weltkrieg auch für die Rüstungsproduktion herangezogen, dazu reichten die Kapazitäten jedoch bald nicht mehr aus. Deshalb wurde in Thondorf bei Graz das so genannte „Zweier-Werk“ gebaut. Hier wurden nach dem 2. Weltkrieg Fahrräder, Mopeds, Motorräder, Personenwagen und legendäre Geländewagen (Haflinger, Pinzgauer, Puch G) entwickelt und produziert. Das Werk prägte diesen Stadtteil und das 1953/54 errichtete „Puch-Hochhaus", mit 13 Stockwerken das erste Hochhaus von Graz, wurde zu einem Wahrzeichen.[1] In den drei ursprünglichen Hallen des Werks werden heute von der Firma Magna Steyr Luxusfahrzeuge für US-amerikanische und deutsche Konzerne produziert.

Das Einser-Werk in der Puchstraße wurde vor einigen Jahren stillgelegt und ist heute ein Gewerbepark, allerdings noch mit mäßigem Erfolg. Eine historische Werkhalle wurde zum Industriedenkmal erklärt. In den Hallen eines ehemaligen Generalimporteurs für italienische Autos, die neben dem ehemaligen Werksareal liegen, wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt Graz 2003 ein sehenswertes Puch-Museum eingerichtet, für das jedoch die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Ende der 1980er Jahre wurde nach beinahe 100 Jahren die Fahrradproduktion in Graz endgültig eingestellt. Die technische Kompetenz war bei Steyr-Puch immer größer als die kaufmännische, die Markenrechte wurden an den italienischen Hersteller Piaggio veräußert, der etwa bis zur Jahrtausendwende Fahrräder und Mopeds mit dem Markenlogo „Puch“ produzierte.

Puch 500

Der Puch 500 war ein Kleinwagen der Puch-Werke (Konzernbetrieb der Steyr-Daimler-Puch AG in Graz).

Die Markteinführung des Steyr-Puch 500, Modell Fiat (1957) war sensationell. Aus Kostengründen wurde auf eine eigene Karosseriefertigung verzichtet und eine Rohkarosserie des Fiat 500 übernommen. Die Cabrio-Variante dieses Modells sollte in erster Linie Motorradfahrer als Kaufpublikum ansprechen. Der von Puch für dieses Fahrzeug entwickelte Boxermotor mit rund 16 PS bescherte ein für damalige Verhältnisse gutes Fahrverhalten, vor allem bei Bergfahrten. Darüber hinaus war er viel laufruhiger als der bei Fiat eingebaute Reihenmotor. 
Folgende Modelle wurden gefertigt:

Typ

Bauzeitraum

Zylinder

Hubraum

Leistung

Puch 500

1957–1959

2 Boxer

493 cm³

16 PS (12 kW)

Puch 500 D

1959–1967

2 Boxer

493 cm³

16 PS (12 kW)

Puch 500 DL

1959–1962

2 Boxer

493 cm³

20 PS (15 kW)

Puch 700 C (Kombi)

1960–1968

2 Boxer

643 cm³

25 PS (18 kW)

Puch 700 E (Kombi)

1962–1964

2 Boxer

643 cm³

20 PS (15 kW)

Puch 650 T

1962–1969

2 Boxer

643 cm³

20 PS (15 kW)

Puch 650 TR

1964–1966/69

2 Boxer

660 cm³

27/30 PS (20/22 kW)

Puch 650 TR II

1965–1969

2 Boxer

660 cm³

34/41 PS (25/30 kW)

Puch 500/S

1968–1969/74

2 Boxer

493 cm³

16/20 PS (12/15 kW)

Fiat 126

1973–1975

2 Boxer

643 cm³

25 PS (18 kW)


Ab 1959 wurde von Fiat die gesamte Karosse einschließlich Dach übernommen (daher Puch 500 D - wie „Dach“). Aus Rationalisierungsgründen kam darüber hinaus ab 1969 die gesamte Technik einschließlich Getriebe von Fiat und nur noch der Motor von Puch. Ab 1973 wurde noch kurze Zeit anstatt des Fiat 500 der Nachfolgetyp Fiat 126 mit Boxermotoren ausgestattet. Der Verkauf des Kleinwagens verlief sehr erfolgreich, von den fast 60.000 in den Jahren 1957 bis 1975 produzierten Fahrzeugen wurden trotz Lizenzklauseln seitens Fiat auch viele außerhalb Österreichs abgesetzt, die meisten nach Deutschland; nur je ein Stück ging nach Japan, Guatemala und in die USA.

Puch Haflinger

Der Haflinger ist ein kleiner, leichter Geländewagen der österreichischen Firma Steyr-Daimler-Puch AG. Er wurde von 1959 bis 1974 produziert und vorwiegend an das Österreichische Bundesheer und an die Schweizer Armee geliefert.

Der „Haflinger“ ist die Konsequenz von anregenden Gesprächen bei einer Vorführung von Motorrädern für das österreichische Bundesheer. Für die Konstruktion war Erich Ledwinka verantwortlich, der Sohn des bedeutenden Autokonstrukteurs Hans Ledwinka. 

Der Haflinger ist etwa 2,85 Meter lang, 1,35 Meter breit und wird von einem hinten eingebauten, luftgekühlten Boxermotor mit 2 Zylindern und 643 cm³ angetrieben. Das Fahrzeug wiegt leer etwa 600 Kilogramm, hat eine Nutzlast von etwa 500 kg und lässt sich mit verschiedenen Aufbauten versehen. Insgesamt wurden 16.647 Fahrzeuge in unterschiedlichen Varianten gefertigt. So gab es neben den Militärausführungen für die Schweiz, Österreich, Indonesien und Australien auch im zivilen Sektor verschiedene Modelle. Dazu zählen z.B. der Kommunalhaflinger (zumeist mit dem festen Polyesterfahrerhaus ausgeliefert), der Tropenhaflinger mit einem zusätzlichen Luftfilter auf der Schnauze, oder aber auch die Länder-Ausführungen (Haflinger-Ausführungen für andere Staaten, die den jeweiligen Vorschriften angepasst wurden) wie etwa der "Pathfinder" mit den "Froschaugen" (sealed beam-Scheinwerfer) für die USA, die Italien-Version mit den "Hörnchenblinkern" und der Rechtslenker für Großbritannien.

Militär- und Offroad-Fans schätzen das allradgetriebene Fahrzeug als extrem geländegängig. Der Haflinger hat zwei getrennte Differentialsperren und eine Einzelradaufhängung an gegabelten Portalpendelhalbachsen, so dass sich auch bei kleiner Radgröße eine große Bodenfreiheit ergibt. Jede Halbachse hat etwa 25 cm Bewegungsfreiheit.

Nachteil des Fahrzeuges ist jedoch die geringe Höchstgeschwindigkeit von 75, 64, 58 oder gar nur 52 km/h (je nach Getriebe und Achsübersetzung), weshalb Liebhaber den Haflinger bei längeren Anreisen zu Treffen usw. bevorzugt mit Anhängern oder Klein-LKWs transportieren. 

Viele ausgemusterte Armeefahrzeuge wurden nach und nach von Liebhabern in aller Welt aufgekauft. Vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz finden regelmäßige Sternfahrten und Treffen von Haflinger-Besitzern statt, eine breite Szene von Liebhabern dieses Fahrzeugs hat sich in diesen Ländern etabliert.

Der "Große Bruder" wurde später unter dem Namen Pinzgauer vermarktet, dieses Fahrzeug war (und ist noch immer) optional auch mit drei angetriebenen Achsen erhältlich. Ein "H2", also ein "Haflinger 2" war als Nachfolger des kleinen Geländewagens geplant, daraus wurde allerdings schließlich der Puch G bzw. die Mercedes G-Klasse, der heute noch immer in Graz produziert wird.

Der Name Haflinger leitet sich von der gleichnamigen Gebirgspferderasse ab.

Der Regisseur Nikolaus Geyrhalter erzählt, dass er mit seinem "Haflinger" Equipment auf praktisch jeden Berg hinauf bringen konnte, falls die Produktion einen Hubschraubereinsatz nicht zugelassen hat.

Auch original Teilenummer möglich!

Deutsch (AT-CH-DE)English (United Kingdom)
Raduntersetzung für Haflinger; 8-teilig! 64 kmH
Orig.Nr. 7011343040
€ 500,00 exkl. MwSt. (zzgl. Versand)€ 600 inkl. Mwst.

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