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Wann ist ein Auto ein Oldtimer?

Ein Auto gilt als Oldtimer wenn es vor mindestens 30 Jahren auf den Markt gekommen ist. Somit werden im Jahre 2018 auch der Audi V8 und der BMW M5 zu Oldtimern und dürfen somit ein H-Kennzeichen beantragen. Maßgeblich für die Erteilung sind nach Angaben des Bundesverbands für Clubs klassischer Fahrzeuge (Deuvet) das Datum der Erstzulassung sowie ein unverbastelter Zustand, der dem Original entspricht: Das Kennzeichen gibt es für Fahrzeuge, die älter sind als 30 Jahre. Allenfalls zeitgenössische Umbauten sind erlaubt, kein nachträgliches Tuning. Ein Beispiel wie die Oldtimer Plakette in weiter Ferne rücken kann, hat der Spiegel dokumentiert.

Was ist ein Youngtimer?

Als Youngtimer werden Fahrzeuge bezeichnet, die mindestens 15 Jahre alt sind, aber nicht älter als 30 Jahre. Der Youngtimer ist weiterhin für den Alltag tauglich und wird weiter als Gebrauchsfahrzeug verwendet. Aber nicht alle älteren Autos werden automatisch zu Youngtimer. Oftmals werden selten gebaute oder optisch ansprechende Fahrzeuge von namhaften Herstellern so bezeichnet. Im Gegensatz zum Oldtimer erhält der Youngtimer aber keine finanziellen Vorteile bei der Steuer oder Versicherung.

Welches Automarken sind bei Sammlern beliebt?

 

Das beliebteste Kult Modell in Deutschland und Europa ist der Ford Mustang. Auf Platz 2 folgt der BMW M1 und der VW Käfer auf Platz 3. Noch immer 13,7 Prozent der Deutschen schwärmen für das Symbol des deutschen Wirtschaftswunders in Europa ist die Begeisterung für das Kultauto schlechthin nur in Italien (14,4 Prozent) noch größer als bei uns, in Österreich könnten sich immerhin noch 10,5 Prozent der Autofahrer vorstellen, sich einen Original VW Käfer zuzulegen.Aber natürlich sind auch Klassiker von Bugatti, Mercedes-Benz und Ferrari sehr beliebt, da schwer zu finden. Liebhaber amerikanische Autos, haben seit der moderaten Öffnung, Kuba wieder für sich entdeckt. Dort findet man noch einige Schätze der goldenen Autozeit der USA.

Auf was muss ich beim Kauf achten?

Man sollte besonders auf eventuelle Schäden und die Vollständigkeit der Originalteile achten. Zum Kauf sollte man einen Fachmann mitnehmen, der das Auto intensiv begutachtet. Nicht nur das Alter des Fahrzeuges ist entscheidend, sondern auch der Zustand. Außerdem muss man mit Einschränkungen rechnen, da viele Fahrzeuge keine grüne Umweltplakette bekommen. Mit zunehmenden Alter nutzen sich auch die Bauteile bei einem Oldtimer schneller ab. Darüber hinaus sollte der Wagen immer in einer Garage abgestellt werden. Dies beugt der Entwicklung von Rost und anderen Schäden vor. Einen Oldtimer zu entrosten kann sehr zeitaufwendig sein.

Wo bekomme ich Ersatzteile?

Sollte einmal eine Reparatur am geliebten Oldtimer nötig werden, so geht bei den meisten wohl der Schritt zuerst zum Hersteller. Leider stehen die meistens deutschen Hersteller bei dem Thema auf dem Schlauch. Viele können für ihre älteren Boliden keine Ersatzteile mehr liefern, oder rufen Preise auf die alles andere als Marktgerecht sind.

 

Manche Anfragen werden nicht selten mit dem Hinweis abgelehnt, die Nachfrage sei bei dem zu erwartenden Verkaufspreis wohl doch zu gering. Wer ungezwungen nach Ersatzteilen stöbern möchte, kann hier einen Blick riskieren. Dort findet man alles was man benötigt, von der Autobatterie, über den Auspuff bis hin zum Scheibenwischer für Oldtimer.

 

Mittlerweile haben sich aber auch einige spezialisierten Internetshops auf die Nachfrage konzentriert und bieten auch einen Werkstattservice an. Nicht ohne Eigennutz der Mannschaft, denn bei so manch einem altgedienten Mechaniker leuchten die Augen, wenn er statt Teile tauschen mal wieder richtig schrauben kann. Außerdem findet man hier Gleichgesinnte, mit denen man sich zu dem Thema austauschen kann.

Wie erkenne ich Fälschungen?

In den 60er- und 70er Jahren wurde neben den Basismodellen auch verstärkt so genannte Topmodelle angeboten. Ein Basismodell kann mit den entsprechenden Teilen auch heute noch zum Topmodell aufgerüstet werden. Derartige Umbauten sind in der Regel zulässig. Die ursprüngliche Fahrzeug-Ident-Nummer (FIN) wird unverändert belassen. Aber immer häufiger werden Original-Kfz-Briefe der Topmodelle ohne Fahrzeug angeboten. Hat ein Bastler einen solchen vorliegen, ist die Versuchung wohl sehr groß, das umgebaute Auto mit der zum Brief passenden FIN zu versehen und auf dem Markt anzubieten.

 

Eine gefälschte FIN erkennt man zum Beispiel daran, dass Schlagtiefe und Gravur vom Original abweichen. Schwieriger wird es wenn ein Teil mit der original FIN in das Auto eingebaut wird. Deshalb immer darauf achten das die Fahrzeughistorie lückenlos dokumentiert ist.

 

Was kostet mich der Unterhalt?

Die Steuer Pauschale für einen Oldtimer schlägt bei einem PKW mit 191,73 € zu buche. Bei den Versicherungen kommt es immer auf den Anbieter an. Ein Vergleich lohnt sich hier auf alle Fälle da sich die Angebote stark unterscheiden. Am wichtigsten ist der Unterstellplatz für den Oldtimer der entweder schon vorhanden ist oder angemietet werden muss.

 

Gerade in der Stadt ist die Suche nach einem geeigneten Unterstellplatz schwer. Eine luftige Scheune ist zur Not allemal besser, als das Abstellen unter freiem Himmel. Als Alternative zur recht teuren Autoplane eignen sich gut bewachte Parkhäuser fürs Winterquartier. Es lohnt sich auf jeden Fall, in eine fachgerechte Lagerung zu investieren.